Pure Panoramen.

Eine der Kardinalsregeln.

In der Landschaftsfotografie lautet: So einfach wie möglich. Aufbau, Inhalt und Struktur sollten eine Aufnahme verständlich machen.

Wie so oft: Was sich leicht anhört entpuppt sich unerhört kompliziert. Ist es vielleicht das menschliche Auge, das dreidimensional sieht, das Objektiv aber nur zweidimensional? Vielleicht das menschliche Gehirn, das einfache Inhalte schätzt, weil es gewillt ist, nur eine begrenzte Anzahl von Inhalten zu verstehen und in den richtigen Kontext zu setzen? Oder das Unterbewusstsein, das –wie immer- entscheidet bevor wir uns klarwerden, ob und was uns an einem Bild gefällt?

Weniger ist also mehr? Richtig.

Weniger Licht macht oft genug ein besseres Bild. Das Format spielt da keine Rolle. Das Panorama ist für mich das ultimative Format. Kaum erinnern kann ich mich an der erste Pano das ich sah. Es war im Buch „Faszination Panoramafotografie“ von Nick Meers. Es brachte mich näher heran bzw. zog mich geradezu ins Bild – der eigentliche Tenor eines Pano’s. Weitere Bücher folgten, auch über eher schwierige Fotografen, die mit diesem Format arbeiteten, Roman Koudelka beispielsweise.

Schließlich landete ich bei den wirklichen Meistern dieses Faches, den englischen Landschaftsfotografen wie David Noton, Mark Denton sowie Joe Cornish oder Charlie Whaite. Letztere eher für’s 5×4 Großformat bekannt. Entscheidend ist eher die exakte Arbeitsweise – Formate spielen in diesem Zusammenhang eine untergeordnete Rolle. Nahezu alles, was ich in den vergangenen vier Jahren lernte, lernte ich aus englischen Büchern. Analog, nicht digital. Eine extrem emotionale Angelegenheit.

ABER.

Weniger ist mehr hilft nicht nur dem Bild weiter, auch dem Menschen hinter der Kamera. Weniger Aufnahmen, weniger Equipment, weniger Computer. ABER. Mehr Laufen, mehr Zeit, mehr Emotionen.

Es kann so einfach sein.